Wie können Schulen sich bewerben?

 Die Bewerbung erfolgt in drei Phasen:

Phase 1: Deadline für die Selbstauskunft ist der 28.9.2017.

Durch den Bewerbungsfragebogen wird in der ersten Phase zunächst eine Selbsteinschätzung der Schule in den fünf Qualitätsbereichen des Schulentwicklungspreises Gute gesunde Schule, in den Grundlagen im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in schulischer Qualitätssicherung vorgenommen. Die Eingabe der Selbsteinschätzung erfolgt nach der Registrierung der Schule für das Schuljahr 2017/2018 ausschließlich online.

 

Phase 2: Einreichung der Dokumente zum Qualitätsmanagement

Nach der Bewertung der Selbstauskunft wird eine Auswahl der Schulen aufgefordert, Dokumente zum schulischen Qualitätsmanagement einzureichen. Im Vordergrund der zweiten Bewerbungsphase steht ein Abgleich zwischen der konzeptionellen pädagogischen Schulentwicklung zu einer guten gesunden Schule und dem Konzept der guten gesunden Schule.  Alle Unterlagen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Schulentwicklung und zu den Grundlagen im Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in digitaler Form einzureichen. Als Unterlagen zur Dokumentation des Qualitätsmanagements sind einzureichen:

Bei den einzureichenden Dokumenten handelt es sich um die an der Schule vorhandenen Dokumente zur Schulentwicklung, die auf die gesundheitsförderliche Gestaltung der Schulentwicklung geprüft werden. Um das Selbst- und Schulentwicklungsverständnis der Schulen aus der Außenperspektive verstehen zu können, werden das Schulprogramm sowie eine Selbstdarstellung als gute gesunde Schule erbeten. Daneben liefert die Übersicht über die Verteilung der schulgemeinschaftlichen Aufgaben in Form eines Geschäftsverteilungsplans oder Organigramms Einblicke in die personelle Verankerung der schulischen Angebote und Aufgabenfelder sowohl unter dem Aspekt der Vielfalt von Angeboten als auch unter dem Aspekt der personell zu besetzenden Handlungsfelder der Schulentwicklung. Als wesentliche Bereiche der Qualitätssicherung einer Schulentwicklung zu einer guten gesunden Schule werden die pädagogische Professionalität, die Unterrichtsentwicklung, die Organisationsentwicklung sowie die Gesundheitsqualität mitsamt dem Schulklima verstanden. Entsprechend werden Schulen gebeten, ihre Verfahren der Qualitätssicherung in diesem Bereich zu benennen und ein solches Verfahren mitsamt den eingesetzten Instrumenten exemplarisch näher zu beschreiben. Da die Forschung die zentrale Bedeutung salutogener Führung zum Erhalt und zur Förderung sowohl der Lehrkräfte- als auch der Schülergesundheit belegt, stellen Dokumente zur Führungskultur einer Schule wichtige Bestandteile zur Beurteilung des Gesundheitsmanagements einer Schule dar. In diesem Kontext bitten wir Schulleitungen, die Prinzipien ihres Schulleitungshandelns zu verschriftlichen und Dokumente zum gemeinsamen Leitungshandeln einzureichen. Hierzu gehört z.B. die Verständigung auf die Gestaltung des Classroom-Managements oder den Umgang mit Regelverstößen. Um einen Einblick in die aktuelle Schulentwicklungsplanung zu erhalten, werden Schulen zudem aufgefordert, die zentralen Themen ihrer derzeitigen Schulentwicklungsarbeit, die damit verbundenen Ziele und Maßnahmen zu benennen und exemplarisch zu dokumentieren.

Neben der konzeptionellen Schulentwicklung steht die Prüfung der Dokumentation der Grundlagen im Arbeits- und Gesundheitsschutz im Vordergrund. Dazu werden die Gefährdungsbeurteilung der Lehrkräftearbeitsplätze, die Auswertung der Schulunfälle sowie die Bestellung und Aufgabenbeschreibung der Sicherheitsbeauftragten benötigt. Die Gefährdungsbeurteilung umfasst die Erhebung und Bewertung von Gefährdungen und psychischen Belastungen, die daraus abgeleiteten Maßnahmen sowie die festgelegten Wirkungskontrollen durch Vergabe von Zuständigkeiten und Terminierungen und ggf. notwendige Evaluationen. Exemplarisch umfasst dies für den sicherheitstechnisch-baulichen Teil der Gefährdungsbeurteilung die jährlich zu aktualisierende und von der Schulleitung unterzeichnete B.A.D.-Checkliste mitsamt der Mängelliste mit den abgeleiteten Maßnahmen, Zuständigkeiten und Überprüfungsfristen. Daneben umfasst die Gefährdungsbeurteilung aber auch die Erhebung und Bewertung der psychischen Belastungen z.B. durch COPSOQ oder ABC-L und den daraus abgeleiteten Maßnahmen. Gerade aus diesem Teil der Gefährdungsbeurteilung lassen sich vielfältige Konzepte und Maßnahmen zur systematischen Förderung der Lehrkräftegesundheit ableiten, die ebenfalls als Teil der Gefährdungsbeurteilung dokumentiert werden.

 

Phase 3: Einreichung der Informationen für den Ortstermin

Die Schulen, die mit ihren eingereichten Unterlagen erfolgreich die zweite Bewerbungsphase durchlaufen haben, werden aufgefordert, ihre Schulentwicklungsvorhaben näher zu skizzieren und eine Übersicht ihrer Angebote und Maßnahmen in den fünf Qualitätsbereichen zu erstellen. Diese Schulen werden danach von einem Team der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen besucht. Im Rahmen des eintägigen Schulbesuchs wird den Vertretern der Schulgemeinschaft die Möglichkeit eingeräumt, die Schule als gesundheitsförderlichen Lern- und Lebensraum zu präsentieren sowie die eigene Sicht auf die Qualitätsbereiche und Schulentwicklungsvorhaben darzustellen. Die Ortstermine setzen sich aus einem Schulrundgang und einem leitfadengestützten Gespräch zusammen. Um einen umfassenden Eindruck von der Schule zu erhalten, empfiehlt sich eine Zusammensetzung der Gesprächsgruppe aus der Schulleitung und Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Gruppen der Schulgemeinschaft. Alle besuchten Schulen erhalten ein Feedback.

Bewerben können sich jährlich alle Schulen in Nordrhein-Westfalen. Preisträgerschulen können sich zwei Jahre nach der Preisverleihung erneut bewerben, d.h. die Bewerbungspause umfasst zwei vollständige Schuljahre.

Den Bewerbungsfragebogen können Sie hier herunterladen.

Der Bewerbungsschluss für die Online-Eingabe der Selbstauskunft ist der 28.9.2017! Bitte beachten Sie, dass eine postalische Bewerbung mit Einreichung der Selbstauskunft in Papierform nicht länger möglich ist.

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